Es kommen zwei UVR 1611 der Technischen Alternative zum Einsatz.
Die UVR's sind untereinander mittels CAN-BUS und einem Loggerät (Bootloader) verbunden.
Auch steuert/regelt diese Regelung den Kessel, sodass der Kessel selbst nur sich selbst überwacht.
Wie an fast allen Anlagen ist hier die Heizgrenze (24 h-Mittelwert) bei 14.0 °C eingestellt (14/22 komfortabel warm).
Da jedoch der Aussentemperaturfühler an der Ostfassade der Morgensonne (bis 11 Uhr Winterzeit) ausgesetzt ist, ist dieser Wert um 2 K erhöht.
Die Heizgrenze ist also Regeltechnisch bei 16.0 °C, somit unter Berücksichtigung der Sonneneinstrahlung.
Diesen Umstand verwende ich bisher positiv um die Heizkurve der Fussbodenheizung frühzeitig zu beeinflussen.
Begriffserklärung:
Heizgrenze
Heizgrenze nennt man jene Tagesmitteltemperatur der Aussenluft, oberhalb welcher nicht mehr geheizt werden muss.
Gegenwärtig wird 12.0 °C als Heizgrenze verwendet.
Heiztage HT
Heiztage sind diejenigen Tage einer Periode, bei denen die Tagesmitteltemperatur (24 h-Mittelwert) unter der Heizgrenze liegt.
Die Heizkurven sind im Schnitt etwa wie folgt:
Bei 10.0 °C Aussen ist die Heizkreisvorlauf Solltmp. 30.0 °C
Bei -20.0 °C Aussen ist die Heizkreisvorlauf Solltmp. 50.0 °C
Entsprechend können mit dem Brennwertgerät und den tiefen Rücklauftemperaturen immer Brennwertnutzen verzeichnet werden.
Bei 0.0 °C Aussentemperatur sind die Abgastemperaturen um die 35.0 °C.
Ab ca. Minus 5.0 °C schaltet der Kessel gleitend zwischen der I und II Brenner-Stufe.
In den ersten Betriebsmonaten stellte sich heraus, dass aufgrund der Ein- und Ausschalthysterese es zuviele Brennerstarts bei schlechtem Jahreswirkungsgrad von etwa 96% (Hi, unterer Heizwert) ergeben und wegen den Unterschiedlichen Heizkurven es nötig ist den Kesselinhalt als Puffer entsprechend zu verwenden.
Gerade in der Uebergangszeit steht der Kessel oft sehr lange bis er wieder hochgeheizt wird und die Bereitschaftsverluste sind teils höher als die Wärmeabnahme.
So wird der Kessel nun wie folgt gefahren:
Bis 8 Grad Aussentemperatur nach Bajorat System mit einer Ein- und Ausschalthysterese von -5/+15
Unter 8 Grad Aussentemperatur mit einer Ein- und Ausschalthysterese von 0/+18
Der Jahreswirkungsgrad beträgt so nun 100% (Hi, unterer Heizwert)
Wie auf allen Anlagen bevorzuge ich auch hier 24 Stunden durchheizen bei gleicher Raumsolltemperatur.
Eine Nachtabstellung erfolgt bei Aussentemperaturen über 10 Grad jeweils von ca. 22 bis 7 Uhr.
....to be continued